Dekoratives Element: Regeln

Regelkunde

Platzregeln

Bei einem Eclectic werden mehrere Zählspiel-Runden gemeinsam ausgewertet und das jeweils beste Ergebnis des Spielers gewertet.

Ein Eclectic ist ein beliebtes Zählspiel, das in einem bestimmten Zeitraum über eine festgelegte Runde auf einem Platz gespielt wird. Unterschieden werden kann eine lochweise oder rundenweise Wertung der gespielten Runden. Nach mehreren möglichen Runden fließt nur das jeweils beste Ergebnis eines Spielers in seine Wertung ein.

Lochweise

Innerhalb einer bestimmten Frist (z.B. Mai bis September) spielen die Golfer eine begrenzte oder unbegrenzte Anzahl von Runden. Für das End-Ergebnis werden die jeweils besten Scores addiert, die der Spieler auf einem bestimmten Loch erziehlt hat. Bei der ersten Runde wird das Ergebnis an allen 18 Löchern auf der Scorekarte notiert. Auf späteren Runden müssen nur noch die Ergebnisse notiert werden, bei denen der Spieler ein besseres Ergebnis erzielen kann, als er es zuvor bereits erreicht hat. Jede Runde muss dennoch

Handicap-Relevanz

Ein Eclectic als Hauptwertung ist nicht Handicap-relevant, da bei der Spielform nicht unbedingt an jeder Bahn eingelocht werden muss. Das Ergebnis eines Eclectics kann jedoch auch auf Basis verschiedener Handicap-relevanter Turnier-Runden als bloße „Zusatzwertung“ zu einer Serie anderer Turniere berechnet werden. Dann bleiben diese einzelnen Tunrier-Runden Handicap-relevant.

Rahmenausschreibung des GLC Bad Neuenahr für Turniere und Registrierte Privatrunden (RPR)

1. Geltungsbereich

Diese Rahmenausschreibung gilt bei allen Wettspielen und Registrierten Privatrunden (RPR) auf der Golfanlage des GLC Bad Neuenahr.

2. Spielbedingungen und Änderungsvorbehalt

Gespielt wird nach den Offiziellen Golfregeln (einschl. Amateurstatut) des Deutschen Golf Verbandes e.V. Alle in Einzelturnieren oder RPR erzielte Ergebnisse sind handicaprelevant, sofern auch die sonstigen Bestimmungen des World Handicap Systems erfüllt sind. Zur Anwendung kommen weiter die Platzregeln des Golf- und Landclub Bad Neuenahr und die am Spieltag evtl. geltenden Sonderregelungen. Die Regelungen können als Aushang an der Infowand sowie auf der Website des GLC Bad Neuenahr eingesehen werden.
Die Spielleitung hat in begründeten Fällen das Recht, die Ausschreibung, Startzeiten oder Platzregeln zu ändern oder zu ergänzen (Ausnahme: Handicaprelevanz). Nach dem 1. Start sind Änderungen der Ausschreibung nur bei Vorliegen sehr außergewöhnlicher Umstände zulässig.

3. Teilnahmebedingungen

werden in der Einzelausschreibung geregelt. Terminänderungen sind möglich.

4. Meldungen/Gebühren

zur Wettspielteilnahme können im Online-Verfahren, schriftlich oder persönlich im Sekretariat erfolgen. Es gelten die in den Ausschreibungen für das jeweilige Turnier festgelegten Modalitäten. Die Höhe der Startgelder wird jeweils mit der Einzelausschreibung bekannt gegeben. Die Zahlung hat im Voraus zuerfolgen.

Die Spielleitung hat das Recht, auch nach dem Meldeschluss eingehende Anmeldungen anzunehmen.

5. Abmeldung/ “No-Shows“

für gemeldete Turniere werden bis zum Meldeschluss angenommen. Gemeldete Bewerber, die zum Turnier nicht antreten, sind dennoch nicht von der Meldegebühr (Greenfee) befreit..

In jedem Fall wird ein „Nichtantreten zum Turnier“ im Stammblatt vermerkt.

6. Startpersonal/Ranger

handeln im Rahmen ihrer Zuständigkeit im Auftrag der Spielleitung. Mitglieder der Spielleitung können außerhalb ihrer eigenen Spielrunde des Turniers Regelentscheidungen treffen. Beobachter sind Spielorgan der Spielleitung.

7. Ready-Golf

Im Zählspiel sollte „Ready-Golf“ gespielt werden, wenn die Spielsituation es erfordert. Dies muss stets auf sichere und verantwortungsbewusste Art und Weise erfolgen.

Spielen Sie nur, wenn Sie bereit sind. Sie müssen nicht warten, bis der am weitesten entfernte Ball gespielt wurde. Spielen Sie z. B. „Ready-Golf“ wenn:

– der weiter entfernte Spieler über einen schwierigen Schlag nachdenkt,
– ein Spieler mit längeren Schlägen wartet, bis das Grün frei wird,
– auf dem Abschlag der Spieler mit der Ehre noch nicht bereit ist,
– Sie helfen, nach einem Ball zu suchen.

Sie können von einem Ranger oder der Spielleitung zu „Ready-Golf“aufgefordert werden, wenn Ihre Gruppe in Rückstand gerät.

Sofern es möglich ist, machen Sie andere Spieler in der Gruppe darauf aufmerksam, dass Sie zuerst spielen.

8. Maximumscore (Regel 21.2 ff)

Bei allen Wettspielen und RPR-Runden des GLC finden die Regelungen des MAXIMUM-SCORE Anwendungen, soweit in der Einzelausschreibung nicht anders geregelt. Spieler beenden das Loch, sobald das persönliche NETTO-DOPPELBOGEY erreicht wurde. Dieser Score wird auf der Scorekarte eingetragen.

9. Datenschutz/
Einverständniserklärung der Spieler

Mit der Anmeldung zu Wettspielen erklären alle Teilnehmer/innen: „Mir ist bekannt, dass meine persönlichen Daten, wie z.B. Name, Vorgabe, Startzeit und Ergebnis veröffentlicht werden können. Ich willige hiermit in die Veröffentlichung dieser Daten sowie eventuell weiterer Bild-, Text- und Tondateien, die in Zusammenhang mit dem Wettspiel stehen, ein.“

10. Zählkarten

sind unmittelbar nach Beendigung der Runde (nach Verlassen des zuletzt gespielten Grüns), ordnungsgemäß ausgefüllt und unterschrieben, am Empfang abzugeben. Nachträgliche Änderungen sind dann nicht mehr möglich (Regel 3).
– ZählerInnen in einer RPR müssen mindestens einen HCPI von 45 oder besser nachweisen.

11. Spielunterbrechung

Die Spielleitung kann das Spiel nach Regel 5.7b aussetzen. Der GLC Bad Neuenahr verfügt über ein COPTR-Gewitterwarnsystem. Alle Spieler sind angehalten, sich mit den aushängenden Informationen zu diesem System vertraut zu machen. Eine automatische Auslösung des Warnsystems ist gleichzusetzen mit einer Entscheidung der Spielleitung.

Darüber hinaus können manuell Signale ausgelöst werden. Diese bedeuten:
Aussetzung des Spiels:
Ein langer Signalton (3 x wiederholt)
Das Spiel ist umgehend zu unterbrechen. (Ball markieren und ggf. Schutz suchen)
Signal für die Wiederaufnahme des Spiels:
Zwei kurze Signaltöne (3 x wiederholt)
Die Möglichkeit des Spielers, nach Regel 5.7a das Turnier zu unterbrechen, ist dadurch zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt.

12. Preisverteilung und Stechen

Soweit in der Einzelausschreibung keine andere Regelung getroffen wird, gilt bei Wettspielen des GLC Bad Neuenahr der sogenannte „Doppelpreisausschluss“.

Es gilt die Regelung „Brutto vor Netto“.

Wenn nicht anders ausgeschrieben, wird bei gleichen Ergebnissen (Brutto und Netto) nach den Vorgaben- und Spielbestimmungen der EGA gestochen. Ein Bruttopreis kann grundsätzlich nur von den hintersten Abschlägen gewonnen werden.

Bei Turnieren mit anschließender Siegerehrung bitten wir alle Teilnehmer um Anwesenheit. Bitte benachrichtigen Sie die Spielleitung, wenn Sie zur Siegerehrung verhindert sind. Die Spielleitung, der Sponsor – bzw. der Ausrichter des Turniers entscheiden im Einzelfall über die Vergabe und ggf. Weiterreichung von Preisen bei Abwesenheit.

13. Die Anzahl der Turnierpreise und die Klasseneinteilung

ergibt sich nach der jeweiligen Ausschreibung bzw. richtet sich nach der jeweiligen Teilnehmerzahl. Wenn nicht anders ausgeschrieben, werden die Bewerber in gleich großen verschiedenen Klassen (A, B, C etc.) eingeteilt und gewertet.

13a. Verbindliche Abschläge für Jungendliche in Turnieren

Soweit die Einzelausschreibung keine andere Regel vorsieht, werden folgende Abschläge für Jugendliche festgelegt:
bis 12 Jahre: HCPI von 45 und höher: GRÜN sowie HCPI 36,1 – 44: ROT
ab 12 Jahre: HCPI 36,1 und höher: ROT sowie HCPI 36 und niedriger: GELB (nur Jungen)

14. Platzsperren

An Turniertagen ist der für das Turnier benutzte Abschlag für den allgemeinen Spielbetrieb zu den bekannten Abspielzeiten und ggf. jeweils eine halbe Stunde davor und danach gesperrt. Bitte beachten Sie auch Hinweise am Aushang.

15. Spielfluss/Unangemessene Verzögerung

nach Regel 5.6a liegt auch vor:
sobald eine Spielergruppe den Anschluss an die vorausspielende Gruppe verloren hat, d.h. mehr als eine komplette Spielbahn dahinter zurückliegt. Diese Spielergruppe wird kollektiv ermahnt. Wird dieser Rückstand nicht auf den nächsten drei Bahnen aufgeholt, so erhalten alle Spieler dieser Gruppe je 2 Strafschläge – beginnend an dem ersten Loch, an dem der Spieler mindestens das persönliche Netto-PAR gespielt hat.

Es besteht „Durchspielpflicht“, was bedeutet, dass jede Spielgruppe, objektive schnellere Gruppen, durchspielen lassen muss, wenn vor einer Gruppe mindestens eine Bahn frei ist.

Grundsatz: Ihre Position ist immer hinter der Gruppe vor ihnen! Verlieren Sie diese Position, müssen Sie durchspielen lassen, wenn hinter ihnen Spieler warten müssen.

Die erste Spielergruppe eines Wettspiels hat „die Position verloren“, wenn für je drei gespielte Löcher eine Zeit von 50 Minuten zzgl. einmalig 10 Min Puffer gebraucht wurden.

(Beispiel: Für 9 beendete Löcher gelten 3 x 50 Minuten + 10 Minuten = 160 Minuten als maximal akzeptable Zeit.

16. Üben / Nachputten

Das Üben (auch Nachputten) auf oder nahe dem Grün des zuletzt gespielten Loches ist beim Zählspiel nicht gestattet. (Regel 5.5a).

17. Elektronische Kommunikationsmittel

Es wird um maximale Rücksichtnahme bei der Nutzung von elektronischen Kommunikationsmitteln gebeten. Stellt die Spielleitung eine Störung des Spielbetriebs durch die Nutzung eines solchen Gerätes durch einen Spieler oder Caddie fest, kann sie dies als schwerwiegenden Verstoß bewerten und eine Disqualifikation aussprechen.
Wir bitten daher darum, diese Geräte nur in Notfällen (z. B. zur Anforderung von medizinischer Hilfe) zu nutzen. In allen anderen Fällen informieren Sie bitte ihre Mitspieler und achten darauf, das Spiel nicht unangemessen zu verzögern. Siehe auch Punkt 15 !

18. Beförderung/E-Carts

Grundsätzlich ist die Nutzung von Beförderungsmitteln in Wettspielen gestattet. Es gelten die Regelungen der Einzelausschreibung.

19. Spikes

Das Spiel mit starren Spikes (z.B. Metall) ist nicht zulässig.

20. Verstoß gegen Verhaltensvorschriften

Ergänzend zu Regel 1.2 gilt:

Ein Fehlverhalten bzw. ein schwerwiegendes Fehlverhalten liegt vor, wenn gegen traditionell herausgebildete und allgemein anerkannte Verhaltensregeln beim Golfsport nachhaltig verstoßen wird.

Als Fehlverhalten kann insbesondere angesehen werden:

· Mit dem Trolley zwischen Grün und daran angrenzendem Bunker hindurchzufahren bzw. über das Vorgrün zu fahren.

· Einen Schläger aus Ärger in den Boden zu schlagen bzw. den Schläger oder Einrichtungen des Platzes zu beschädigen.

· Einen Schläger zu werfen.

· Einen anderen Spieler während des Schlags durch Unachtsamkeit abzulenken.

· Pitchmarken nicht auszubessern, Bunker nicht zu harken oder Divots nicht zurückzulegen.

Strafe für Verstoß:

Strafe für den 1. Verstoß: Ein Strafschlag

Strafe für den 2. Verstoß: Grundstrafe

Strafe für den 3. Verstoß: Disqualifikation

Als schwerwiegendes Fehlverhalten kann insbesondere angesehen werden:

· Absichtlich ein Grün erheblich zu beschädigen

· Abschlagmarkierungen oder Auspfähle zu versetzen

· Einen Schläger in Richtung einer anderen Person zu werfen

· Einen anderen Spieler absichtlich während seines Schlags abzulenken

· Wiederholte Verwendung vulgärer oder beleidigender Ausdrücke oder Gesten

· Personen zu gefährden oder zu verletzen

Strafe für Verstoß: Disqualifikation

Die Strafe für ein schwerwiegendes Fehlverhalten wird ggf. auch nach dem Turnier von der Spielleitung verhängt.

21. Regelentscheidung durch Spielleitung und Ende des Turniers

Die Spielleitung entscheidet über strittige Fälle nach Regel 20. Bei Beanstandungen gilt Regel 20.2 b. Das Wettspiel ist mit der Siegerehrung bzw. mit dem Aushang der vollständigen Ergebnisliste offiziell beendet.

22. Strafen gegen diese Regelungen:

Soweit nicht anders erwähnt, werden folgende Strafen bei Verstößen gegen diese Ausschreibung verhängt:

· Im Lochspiel: Lochverlust

· Im Zählspiel: Es werden 2 Schläge beginnend an dem ersten Loch, an dem mindestens das persönliche Netto-PAR gespielt wurde, hinzuaddiert.
Ein weiterer Verstoß wird an dem nächsten Loch mit mindestens Netto-PAR hinzuaddiert.

Ab dem 3. Verstoß erfolgt die Disqualifikation.

Bad Neuenahr, im Mai 2021

Platzregeln GLC-Bad Neuenahr

1) Aus (Regel 18.2)

wird durch weiße Pfähle, Zäune* oder Mauern gekennzeichnet. Kommt ein Ball jenseits einer internen Ausgrenze zur Ruhe, so liegt er im AUS (Bahnen 1, 8, 9, 10*), auch wenn er auf einem anderen Teil des Platzes liegt. Der PAR-3 Kurzplatz ist Bestandteil des Platzes. Das Übungsgrün, angrenzend an Abschlag 1, ist vollständig AUS. Bei unklaren Lagen (z. B. Doppelzaun) gilt immer die der Platzinnenseite am nächsten gelegene Grenze als gültige Auslinie.

Ausnahmen:

(a) Liegt der Ball auf dem Platz und innerhalb zweier Schlägerlängen von Elektrozäunen, MUSS straflos Erleichterung nach Regel 16.1 in Anspruch genommen werden. Der Bezugspunkt ist der Punkt, der zwei Schlägerlängen vom Elektrozaun entfernt ist und nicht näher zum Loch liegt. (Musterplatzregel E-7)

(b) *An Loch 10 ist der Zaun hangaufwärts keine Markierung von AUS. Details unter Punkt 4.

2) Spielverbotszonen (Regel 2.4)

sind durch Pfähle mit grünen Köpfen gekennzeichnet. Das Betreten und das Spielen daraus ist verboten.
Verstöße können als schwerwiegendes Fehlverhalten unter Verstoß gegen Regel 1.2 angesehen werden.

3) Ungewöhnliche Platzverhältnisse (Regel 16.1)

sind Flächen, die durch weiße Einkreisungen und / oder blaue Pfähle gekennzeichnet sind.

Ohne Kennzeichnung gelten auch frisch verlegte Soden, verfüllte Drainagegräben, neu eingesäte Flächen, Ameisenhügel, sowie gekennzeichnete Wintergrüns als unbewegliches Hemmnis.
Der Spieler muss Erleichterung in Anspruch nehmen.

Weiter gelten auch mit Pfählen, Manschetten, Bändern oder Seilen gekennzeichnete / gesicherte Anpflanzungen*, Wintergrüns, die als solche eindeutig identifiziert werden können, alle Wege, die Zielbäume (Richtungshilfen) inkl. Gießring an den Bahnen 9 und 13 und die auf dem Platz abgelegten Findlinge (Bahnen 8, 11, 16) als unbewegliches Hemmnis. Der Spieler kann Erleichterung in Anspruch nehmen.

* Es wird keine straflose Erleichterung nach dieser Regel gewährt im Bereich der doppelstämmigen Eiche ca. 100 Meter vor dem Grün der 18 am rechten Rand im Dogleg. Deren Äste sind in ca. 4 – 6 Metern Höhedurch Spannbänder stabilisiert.

Keine Erleichterung wird gewährt, wenn lediglich die Standposition durch ein Tierloch behindert ist.

4) Loch 10:

Unmittelbar hinter dem Teich beginnt hangaufwärts rechts eine rote Penalty Area (PA). Die gesamte PA ist eine „SPIELVERBOTSZONE“ (SVZ), welche auch nicht betreten werden darf. Der Zaun stellt somit ein „unbewegliches Hemmnis“ dar (Regel 16). Das Gelände ist teilweise stark abschüssig und schwierig zu begehen. In Abstimmung und auf Vorschlag mit dem DGV und dem zuständigen LGV wurde folgende Regelung gefunden:

Ball nicht in PA = ohne Strafschlag (Freedrop) nach Regel 16:

Etwa in Höhe des Bunkers befindet sich ein markanter großer roter Pfahl. Kommt der Ball außerhalb der PA zur Ruhe und der Zaun behindert Stand oder Schwung, so ist die Nutzung einer der beiden Dropzonen (DZ) Pflicht. Entscheidend für die Wahl der DZ ist die Lage des Balls:

Ball unterhalb des Pfahls = DZ unten, Ball oberhalb des Pfahls = DZ oben

Ball in PA = mit Strafschlag:

Ist bekannt oder so gut wie sicher, dass der Ball in der Penalty Area / Spielverbotszone zur Ruhe gekommen ist,
so ist der letzte Kreuzungspunkt (KP) des Balls zur PA der Referenzpunkt für die Wahl der DZ.

KP unterhalb des Pfahls = DZ unten, KP oberhalb des Pfahls = DZ oben

Loch 14:

Entscheiden Sie sich für Erleichterung nach Regel 17 für einen Ball in den HINTEREN PAs (Teiche) so ist die Nutzung der gekennzeichneten Dropzonen Pflicht. Ca. 60 Meter vor dem Grün für Bälle, die rechts in den Teichen zur Ruhe kamen und links hinter dem Grün für alle Bälle, die in der PA hinter dem Grün zur Ruhe kamen. Ein Ball im Bachlauf rechts vor den Teichen berechtigt nicht zur Nutzung der Dropzonen.

5) Stromleitungen

Ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass der Ball eine Stromleitung innerhalb der Platzgrenzen getroffen hat, zählt der Schlag nicht. Der Spieler muss einen Ball straflos von der Stelle des vorherigen Schlags spielen (siehe Regel 14.6).

6) Strafen

Sofern die Golfregeln keine andere Strafe vorsehen, gilt:

Strafe für Verstoß gegen eine Platzregel: Grundstrafe

Bad Neuenahr, im Mai 2025

Ein auf einer kurz gemähten Fläche im Gelände liegender Ball darf straflos aufgenommen und gereinigt werden. Vor dem Aufnehmen muss der Spieler die Lage des Balls kennzeichnen. Der so aufgenommene Ball muss innerhalb einer Schlägerlänge von seiner ursprünglichen Lage, jedoch nicht näher zum Loch hingelegt werden.

Versäumt es der Spieler, die Lage des Balls vor dem Aufnehmen zu kennzeichnen oder bewegt er den Ball auf andere Art und Weise und rollt ihn z.B. mit dem Schläger, so zieht er sich einen Strafschlag zu (Regel 14.1a).

Anmerkung: „Kurz gemähte Fläche“ beschreibt jedes Gebiet auf dem Platz, einschließlich Wege durch das Rough, das auf Fairwayhöhe oder kürzer gemäht ist.

Hardcard/ Platzregeln LGV Turniere 2025

In allen LGV-Verbandsturnieren gelten die hier auszugsweise aufgeführten Platzregeln und Hinweise. Für alle Turniere, die vom Golfverband RLPS (LGV RLPS) ausgeschrieben und veranstaltet werden, Für Mannschaftsturniere gilt zusätzlich das aktuelle LGV Ligastatut.

  1. Aus (Regel 18.2)

Wird durch weiße Pfähle, Zäune oder Mauern gekennzeichnet. Sofern weiße Linien auf dem Boden die Platzgrenze kennzeichnen, haben diese Vorrang.

  1. Penalty Area grenzt an Ausgrenze (MPR B-2.2)

Grenzt eine Penalty Area (PA) an eine Ausgrenze so erstreckt sich die Grenze der PA bis hin zur Ausgrenze und fällt mit dieser zusammen.

Wenn der Ball eines Spielers zuletzt die Grenze einer roten PA kreuzte, die mit einer Ausgrenze zusammenfällt, darf der Spieler als zusätzliche Erleichterungsmöglichkeit mit einem Strafschlag den ursprünglichen oder einen anderen Ball auf der anderen Seite der PA droppen. (NEU 2025)

  1. Spielverbotszonen (Regel 2.4) 

sind durch Pfähle mit grünen Köpfen gekennzeichnet. Das Spielen daraus ist verboten. Ein Spieler muss Erleichterung nach der anwendbaren Regel (16 oder 17) in Anspruch nehmen.

Liegt der Ball außerhalb einer Spielverbotszone im Gelände, im Bunker oder auf dem Grün, aber eine Spielverbotszone beeinträchtigt den Bereich des beabsichtigten Stands oder beabsichtigten Schwungs des Spielers, muss der Spieler nach Regel 16.1f (2) verfahren. Ist das Betreten einer Spielverbotszone verboten, kann das Betreten der Spielverbotszone als schwerwiegendes Fehlverhalten unter Verstoß gegen Regel 1.2 angesehen werden.

  1. Ungewöhnliche Platzverhältnisse (Boden in Ausbesserung, unbewegliche Hemmnisse) (Regel 16.1)

a) Jede Fläche, die durch weiße Einkreisungen und /oder blaue Pfähle gekennzeichnet ist. Ist beides vorhanden, gilt die Linie.

b) Frisch verlegte Soden

c) Mit Kies verfüllte Drainagegräben

d) Unbewegliche Hemmnisse sind u.a. auch mit Pfählen, Manschetten, Bändern oder Seile gekennzeichnete Anpflanzungen.

e) Wege, die mit Holzchips, Rindenmulch oder ähnlichem gebaut wurden.

f) Unbewegliche Hemmnisse nahe am Grün (z.B. Sprinkler) MPR F-5 ist in Kraft. Diese Platzregel gilt nur, wenn sowohl das Hemmnis als auch der Ball in einem Teil des Geländes liegen, das auf Fairwayhöhe oder niedriger geschnitten ist. (NEU 2025)

Behinderung gilt nicht als gegeben, wenn ein Tierloch nur den Stand des Spielers behindert.

  1. Stromleitungen (-masten) (MPR E-11)

Ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass der Ball eines Spielers eine Oberleitung, einen Mast, ein Halteseil oder Stützpfahl innerhalb der Platzgrenzen getroffen hat, zählt der Schlag nicht. Der Spieler muss einen Ball straflos von der Stelle des vorherigen Schlags spielen (siehe Regel 14.6).

  1. Benutzung motorisierter Beförderungsmittel

a) Spieler oder Caddies dürfen während der festgesetzten Runde keinerlei motorisiertes Beförderungsmittel nutzen, außer das kurzfristige Fahren/Mitfahren wird von der Spielleitung/den Referees ausdrücklich gestattet oder nachträglich gebilligt. Gleiches gilt in Mannschaftsturnieren für den Mannschaftskapitän (siehe Ziffer B.5 LGV-Turnierbedingungen).

b) Ein Spieler, der nach „Schlag und Distanzverlust“ einen Ball von der zuletzt gespielten Stelle spielen will, gespielt hat oder spielen muss, darf jederzeit motorisierten Transport in Anspruch nehmen. (NEU 2025)

c) Spielern mit einer Gehbehinderung (siehe Ziffer B.5 LGV-Turnierbedingungen).

Ausnahme:

Ausschließlich in den LGV-Ligen der AK 65 Damen und Herren dürfen die Spieler unter bestimmten Bedingungen motorisierte Beförderungsmittel (Golfcarts) nutzen (siehe Ziffer B.5 LGVTurnierbedingungen).

Strafe für Verstoß durch den Spieler:

Grundstrafe für den Spieler für jedes Loch, an dem er gegen diese Platzregel verstößt. Findet der Verstoß zwischen zwei Löchern statt oder wird er dort fortgesetzt, zieht sich der Spieler die Grundstrafe für das nächste Loch zu.

Strafe für Verstoß durch einen Mannschaftskapitän:

Disqualifikation als Mannschaftskapitän für den Rest des Turniertages. Ein Spieler seiner Mannschaft darf ersatzweise die Kapitänsfunktion übernehmen.

  1. Metall- bzw. Alternativspikes/Golfschuhe

Es gilt die am Turniertag gültige Regelung des Austragungsortes. Eine Zuwiderhandlung wird als schwerwiegendes Fehlverhalten unter Verstoß gegen Regel 1.2 angesehen.

  1. Caddies (Regel 10.3)

a) Einzel: Professionals sind als Caddie nicht erlaubt. Bei Jugendturnieren sind Caddies nicht erlaubt.

b) Mannschaft: Der Mannschaftskapitän darf, unabhängig ob er Amateur oder Professional ist, als Caddie eingesetzt werden. Andere Professionals als der Mannschaftskapitän sind als Caddies nicht erlaubt. Bei Jugendmannschaftsturnieren dürfen nur Mannschaftsmitglieder und der Mannschaftskapitän als Caddies eingesetzt werden.

Strafe für Verstoß gegen diese Platzregel:

Grundstrafe für den Spieler für jedes Loch, auf dem er durch einen nicht zulässigen Caddie unterstützt wird.

Findet der Verstoß zwischen zwei Löchern statt oder wird er dort fortgesetzt, zieht sich der Spieler die Grundstrafe für das nächste Loch zu.

  1. Beratung in Mannschaftsturnieren

Bei Mannschaftsturnieren darf entsprechend Regel 24.4 auch durch den benannten Mannschaftskapitän Beratung erteilt werden. Ein selbstspielender Kapitän darf während seiner eigenen Runde nur seinem Partner Beratung erteilen (siehe Ziffer B. LGV-Turnierbedingungen B-9).

  1. Üben (Nachputten) (Regel 5.2)

Regel 5.2b (Zählspiel) wird wie folgt abgeändert:

Ein Spieler darf an Turniertagen nicht vor oder zwischen den Runden auf dem Turnierplatz üben.Strafe für den ersten Verstoß: Grundstrafe Strafe für den zweiten Verstoß: Disqualifikation

Regel 5.5b wird im Zählspiel wie folgt abgeändert: Ein Spieler darf keinen Übungsschlag (z. B. „Putten oder Chippen“) nahe oder auf dem Grün des zuletzt gespielten Lochs ausführen oder zum Prüfen des Grüns einen Ball rollen.

Strafe für Verstoß gegen die Platzregel: Grundstrafe

  1. Unterbrechung des Spiels; Wiederaufnahme des Spiels (Regel 5.7)

Signaltöne bei Spielunterbrechung wegen Gefahr:

Sofortige Unterbrechung: Ein langer Ton einer Sirene. Normale Unterbrechung: Drei aufeinanderfolgende Töne einer Sirene. Wiederaufnahme des Spiels: Zwei kurze Töne einer Sirene.

Hat die Spielleitung das Spiel wegen Gefahr ausgesetzt, sind im Interesse der Sicherheit der Spieler alle Übungsflächen gesperrt, bis sie von der Spielleitung wieder zum Üben freigegeben sind. Spieler, die gegen diese Regelung verstoßen, können vom weiteren Spielbetrieb ausgeschlossen werden. (NEU 2025)

Unabhängig hiervon kann jeder Spieler bei Blitzgefahr das Spiel eigenverantwortlich unterbrechen (Regel 5.7a).

  1. Spielgeschwindigkeit (vgl. Regel 5.6)

Die zulässige Höchstzeit ist die Zeit, die von der Spielleitung zum Beenden der Runde einer Gruppe als notwendig angesehen wird. Der Spieler hat sicherzustellen, die Richtlinien für zügiges Spiel und die Platzregel B-12 aus dem LGV RLP/S Turnierbedingungen/ Platzregeln zu kennen.

Strafe für Verstoß gegen die Platzregel:

  • Strafe für den 1. Verstoß: Verwarnung
  • Strafe für den 2. Verstoß: Ein Strafschlag
  • Strafe für den 3. Verstoß: Grundstrafe, gilt zusätzlich zur Strafe für den zweiten Verstoß.
  • Strafe für den 4. Verstoß: Disqualifikation

Ready Golf:

Spielen Sie im Zählspiel auf sichere und verantwortungsbewusste Weise Ready-Golf.

Beispiele für „Position verloren“

Alle Spieler der Gruppe vor ihnen haben ihre Schläge vom Abschlag des nächsten Lochs gemacht, bevor die Gruppe den Abschlag eines Par 3 erreicht hat, oder ein Par 4- oder Par 5-Loch ist frei, bevor alle Spieler dieser Gruppe ihre Schläge vom Abschlag gemacht haben.

  1. Verstoß gegen Verhaltensvorschriften (Regel 1.2 und Ziffer B-13 LGV-Turnierbedingungen)

Sanktionen während des Turniers durch die Spielleitung Ergänzend zu Regel 1.2a gilt:

Verhaltensvorschriften für LGV-Turniere

Ein Fehlverhalten bzw. ein schwerwiegendes Fehlverhalten liegt vor, wenn gegen traditionell herausgebildete und allgemein anerkannte Verhaltensregeln beim Golfsport nachhaltig verstoßen wird. Als Fehlverhalten kann beispielsweise angesehen werden:

  • Einen Schläger aus Ärger in den Boden zu schlagen bzw. den Schläger oder Einrichtungen des Platzes zu beschädigen.
  • Einen Schläger zu werfen.
  • Pitchmarken nicht auszubessern, Bunker nicht zu harken oder Divots nicht zurückzulegen.

Strafe für Verstoß:

Erster Verstoß: Verwarnung
Zweiter Verstoß: Ein Strafschlag
Dritter Verstoß: Grundstrafe
Vierter Verstoß: Disqualifikation

Als schwerwiegendes Fehlverhalten kann insbesondere angesehen werden:

  • Absichtlich ein Grün erheblich zu beschädigen
  • Abschlagmarkierungen oder Auspfähle zu versetzen
  • Einen Schläger in Richtung einer anderen Person zu werfen
  • Einen anderen Spieler absichtlich während seines Schlags abzulenken
  • Wiederholte Verwendung vulgärer oder beleidigender Ausdrücke oder Gesten
  • Personen zu gefährden oder zu verletzen
  • Abschlagsmarkierungen aus Wut oder Frust zu beschädigen

Strafe für Verstoß: Disqualifikation

Eine Strafe kann nur durch Beobachtung der Spielleitung verhängt werden. Die Strafe für ein schwerwiegendes Fehlverhalten wird ggf. auch nach dem Turnier von der Spielleitung verhängt.

  1. Spezifikation der Schläger und des Balls

Es gelten die Musterplatzregeln G-1 und G-3 (siehe offizielles Handbuch zu den Golfregeln)

  1. Änderung der Strafe nach Regel 3.3b(2) für fehlende Bestätigung von Spieler oder Zähler (MPR L-1)

Regel 3.3b (2) wird wie folgt geändert:

Gibt ein Spieler eine Scorekarte zurück, ohne dass die Lochergebnisse entweder durch den Spieler, den Zähler oder beide bestätigt wurden, zieht sich der Spieler die Grundstrafe zu. Die Strafe wird auf das letzte Loch der Runde des Spielers angewendet. (NEU 2025)

  1. Strafen:

Sofern die Golfregeln keine andere Strafe vorsehen, gilt:
Strafe für Verstoß gegen eine Platzregel: Grundstrafe

-Änderungen vorbehalten-

Kindergolfabzeichen Bronze, Silber, Gold

Für Kinder und Jugendliche gibt es das DGV-Kindergolfabzeichen in drei Kategorien als Spielberechtigung für die 18-Loch Anlage.

Das DGV-Kindergolfabzeichen setzt sich aus neun Kategorien zusammen. Hinter den Kategorien stehen Tests, die je nach Ergebnis mit einem Sticker in Bronze, Silber oder Gold belohnt werden und somit zeigen, auf welchem Niveau sich das Kind in der jeweiligen Kategorie befindet.

  1. Putten,
  2. Up and down,
  3. Annäherung,
  4. Bunker,
  5. Langes Spiel,
  6. Athletik,
  7. Koordination,
  8. Wissen
  9. Spielerfahrung.

Absolviert ein Kind die Tests einer Kategorie besonders gut, kann es sein, dass es direkt einen Silber- oder Gold-Sticker bekommt. Ausnahmen bilden die Kategorien Wissen und Spielerfahrung. Hier müssen die Sticker der Reihe nach gesammelt werden – erst Bronze, dann Silber und zuletzt Gold.

Das DGV Kindergolfabzeichen Bronze ermöglicht das Spielen auf der 18-Loch Anlage von den grünen Abschlägen in Begleitung eines Erwachsenen, welcher bereits die Platzreife absolviert hat und nach Abstimmung mit dem Sekretariat. Beim Bestehen wird eine Kindergolfplakette überreicht, die ab diesem Zeitpunkt sichtbar am Bag zu führen ist. Das Kindergolfabzeichen Bronze berechtigt darüber hinaus an Turnieren in Scrambleform (Generationencup etc.) über 9-Loch teilzunehmen und erste Turniererfahrungen zu sammeln. Auch hier wird von den grünen Abschlägen gespielt.

Das DGV Kindergolfabzeichen Silber ermöglicht ebenfalls das Spielen auf der 18-Loch Anlage von den grünen Abschlägen in Begleitung eines Erwachsenen, welcher bereits die Platzreife absolviert hat und nach Abstimmung mit dem Sekretariat. Das Kindergolfabzeichen Silber berechtigt darüber hinaus an Jugendturnieren, DGV-Mini Cup und Scramble Turnieren teilzunehmen. Auch hier wird von den grünen Abschlägen gespielt.

Das DGV Kindergolfabzeichen Gold ist gleichzusetzen mit der Platzreife. Nach der Platzreifeprüfung erhalten die Jugendlichen eine Urkunde und einen Goldsticker und führt gleichzeitig zu einer ersten Handicap-Index (HCPI). Sobald die Platzreife erreicht wurde kann jetzt durch Turniere und registrierten Privatrunden der HCPI verbessert werden. Der HCPI beschreibt das Spielpotential und der niedrigste HCPI ist 54,0. Unsere Trainer stehen für Rückfragen und Erklärungen gerne zur Verfügung.

Spielformen

Das Zählspiel gegen Par ist eine eher selten genutzte Spielform.

Im Zählspiel gegen Par (nach Regel21.3) spielt ein Spieler gegen das Par jedes Lochs. Für jedes Loch werden alle Schläge auf der Scorekarte notiert. Bei der Auswertung wird dann ermittelt, ob der Spieler das Par des Lochs erreicht hat (ggf. auch das Par, dass das Loch unter Anrechnung seines Handicaps hat). Anders als bei dem Zählspiel nach Stableford werden besonders gute Leistungen an einem Loch nicht besonders honoriert. Auch bei noch so guten Leistungen, kann ein Spieler bestenfalls ein Plus pro Loch erzielen.

Brutto-Wertung

In der Brutto-Wertung zählt ein Spieler für jedes Loch, …

… das er besser als Par gespielt hat + 1 (eins auf),

… das er Par gespielt hat 0 (square),

… das er schlechter als Par gespielt hat – 1 .

Für das Gesamtergebnis werden alle Ergebnisse (+/-/0) der Löcher addiert.

Netto-Wertung

In der Netto-Wertung wird die Vorgabe des Spielers wie bei einem Zählspiel nach Stableford auf die einzelnen Löcher verteilt (also angefangen bei dem Loch mit der HCP-Bewertung 1 bis zurHCP-Bewertung 18 und dann wieder beginnend mit dem Loch mit HCP 1, falls noch weitere Handicap-Schläge zu verteilen sind).

Sieger

Nach der Regel 21.3 wird die Anzahl der Bruttoschläge an jedem Loch notiert, an dem der Spieler (Brutto oder Netto)Par oder ein Ergebnis besser als Par erzielt hat. Sieger ist dann der Spieler mit den meisten Brutto- bzw. Netto-Punkten.

Handicap-Relevanz

Ein Zählspiel gegen Par muss in der Hauptsaison Handicap-relevant gespielt werden. Die Ermittlung derStableford-Nettopunkte zur Vorgabenfortschreibung weicht bei dieser Spielform jedoch von dem Zählspiel nach Stableford ab. Für das Ergebnis von +/- Nullwerden 36 Stableford-Nettopunkte gerechnet. Bei mehr oder weniger gegen den Platz gewonnene Löcher erhält der Spieler entsprechend auch mehr oder weniger Stableford-Nettopunkte.

Der Vierer mit Auswahldrive ist eine entspannte und gesellige Variante des Vierers im Zählspiel-Modus.

Zwei Spieler bilden dabei zusammen eine „Partei“. Beide Partner schlagen an jedem Abschlag einen Ball ab und entscheiden danach, welchen der Bälle sie abwechselnd weiterspielen. Der andere Ball wird aufgenommen und zählt nicht. Wenn die Entscheidung für den Ball des ersten Spielers getroffen wird, ist der zweite Spieler mit dem nächsten Schlag an der Reihe, dann wieder Spieler eins usw. bis der Ball eingelocht ist. Strafschläge berühren die Spielreihenfolge nicht. Ansonsten wird nach den üblichen Zählspielregeln gespielt.

Sonderregeln

Besonderheiten der Regeln ergeben sich durch den Spielmodus des „doppelten“ Abschlags.

Beispiele:

  1. Nach dem Abschlag landen beide Bälle im Aus oder sind verloren: Das Wahlrecht beschränkt sich in diesem Fall darauf, durch einen der Partner mit einem Strafschlag einen weiteren Ball ins Spiel zu bringen.
  2. Sind nach dem Abschlag eines gemischten Paars beide Bälle verloren, könnte die Partei den Ball der Dame auswählen. Damit ist der Herr dran einen weiteren Ball zu spielen und da der neue Ball am Ort des vorherigen Schlags gespielt werden muss, würde der Herr den weiteren Ball vom Abschlag der Dame spielen. Umgekehrt müsste auch die Dame den Ball vom Herrenabschlag spielen.
  3. Ein provisorischer Ball darf immer nur für einen der beiden abgeschlagenen Bälle gespielt werden. Das Anrecht besteht auch dann, wenn der andere Ball scheinbar gut liegt. In dem Fall wäre es jedoch nicht ratsam, da der provisorische Ball damit automatisch zum Ball im Spiel werden würde, denn wenn der ursprüngliche Ball nicht gefunden wird, für den ein provisorischer Ball gespielt wurde, ist mit dem Ball dieser Seite bereits der zweite Schlag gemacht worden.

Fehler bei Spielfolge

Abgeleitet vom Vierer nach Regel 22 wird auch beim Vierer mit Auswahldrive wie folgt vorgegangen: Der falsche Schlag oder die falschen Schläge werden annulliert und die Partei zieht sich eine Strafe von zwei Schlägen zu. Die Partei muss dann den Ball in der richtigen Reihenfolge von der Stelle spielen, von der sie zum ersten Mal in falscher Spielfolge gespielt hat.
Die Berichtigung des Fehlers ist nur so lange möglich, wie die Partei noch nicht am nächsten Abschlag abgeschlagen hat. Sollte der Fehler auf dem letzten Grün passiert sein, kann er solange behoben werden, wie die Spieler der Partei das Grün noch nicht verlassen haben. Fällt der Fehler zu spät auf, ist die Partei disqualifiziert. Das gilt im Zählspiel für die Runde, im Stableford (wenn der Fehler vor Abgabe der Scorekarte bemerkt wird) nur für das Loch auf dem der Fehler vorkam.

Handicap

Es wird davon ausgegangen, dass der Spieler mit dem niedrigeren Handicap-Index etwas mehr zum Erfolg beitragen kann. Daher werden 0,6 der niedrigeren und 0,4 der höheren Course Handicaps der beiden Partner addiert und die Summe auf ganze Schläge auf- (ab 0,5) bzw. abgerundet (bis 0,4).

Beispiel:

Spieler A hat Course Handicap 17 x 0,6 = 10,2
Spieler B hat Course Handicap 24 x 0,4 = 9,6

  • 10,2 + 9,6 = 19,8  –  Gerundet lautet das Course Handicap der Partei A + B: 20,0

Handicap-Relevanz

Ein Vierer mit Auswahldrive kann nicht Handicap-relevant gespielt werden.

Ein Vierer ist ein schnelles Spiel, bei dem zwei Spieler einen Ball abwechselnd schlagen. Eine besondere Herausforderung besteht oft darin, dass die Spieler ihre Bälle häufig von Stellen auf dem Platz spielen müssen, die für sie eher ungewohnt sind.

Der Vierer (nach Regel 22) kann zügig gespielt werden, da jeweils zwei Spieler gemeinsam einen Ball spielen. Die Spieler vereinbaren vor Beginn der Runde, wer von ihnen an den geraden und wer an den ungeraden Löchern abschlägt. Der Ball wird dann abwechselnd von beiden Spielern gespielt. Eventuelle Strafschläge beeinflussen nicht die Reihenfolge (immer abwechselnd), in der die Spieler den Ball schlagen. Für den nächsten Abschlag gilt die vor der Runde getroffene Vereinbarung, wer von ihnen an den geraden und wer an den ungeraden Löchern abschlägt. Es spielt dabei keine Rolle, welcher der beiden Spieler den Ball am vorherigen Loch zuletzt geputtet hat.

Spielformen

Der Vierer kann als Lochspiel, Zählspiel, nach Stableford oder gegen Par gespielt werden.

Course Handicap

Die Course Handicaps beider Partner werden addiert und durch zwei geteilt. Das Ergebnis ist das Course Handicap für die Partei.

Brutto- / Netto-Wertung

Das gemeinsam erspielte Bruttoergebnis wird für jedes Loch in die Scorekarte eingetragen. Bei der Auswertung zieht man das Handicap von dem Bruttoergebnis ab und erhält damit das Nettoergebnis.

Fehler bei Spielfolge

Es kommt immer wieder vor, dass die Spielfolge von einem oder beiden Partnern nicht eingehalten wird. Im Zählspiel muss dann nach Regel 22.3 verfahren werden: Der falsche Schlag oder die falschen Schläge werden annulliert und die Partei zieht sich eine Strafe von zwei Schlägen zu. Die Partei muss dann den Ball in der richtigen Reihenfolge von der Stelle spielen, von der sie zum ersten Mal in falscher Spielfolge gespielt hat.
Die Berichtigung des Fehlers ist nur so lange möglich, wie die Partei noch nicht am nächsten Abschlag abgeschlagen hat. Sollte der Fehler auf dem letzten Grün passiert sein, kann er solange behoben werden, wie die Spieler der Partei das Grün noch nicht verlassen haben. Fällt der Fehler zu spät auf, ist die Partei disqualifiziert. Das gilt im Zählspiel für die Runde, im Stableford (wenn der Fehler vor Abgabe der Zählkarte bemerkt wird) nur für das Loch auf dem der Fehler vorkam.
Im Lochspiel bedeutet ein Fehler bei der Spielfolge immer Lochverlust für diejenige Partei.

Handicap-Relevanz

Ein Vierer ist nicht Handicap-relevant.

Beim Vierball spielt jeder Partner einer Partei jedes Loch mit seinem Ball zu Ende.

Jeder der Partner einer Partei darf die festgesetzte Runde ganz oder teilweise allein spielen; es ist nicht erforderlich, dass beide Partner zur Stelle sind. Ein fehlender Bewerber darf zwischen Löchern, nicht aber beim Spielen eines Lochs zu seinem Partner dazukommen.

Das aufgeführte Aggregat-Spiel kann Handicap-relevant sein, da es sich beim Aggregat weder um eine Art Vierer handelt noch ein taktisches Spiel möglich ist: Jeder Spieler spielt für sich und muss das bestmögliche Ergebnis spielen.

Unter der Voraussetzung, dass das Ergebnis ein einzelnes Ergebnis aus einem Aggregat-Wettspiel ist, sofern die zusammen zu wertenden Spieler nicht in derselben Spielergruppe spielen, wird ein Ergebnis als Handicap-relevant gewertet.

Der Vierball ist eine Turnierart, bei der jeweils zwei Spieler als Partner gemeinsam gewertet werden, jeder Spieler jedoch allein seinen eigenen Ball spielt

Der Vierball kann als Lochspiel oder Zählspiel (vergl. Regel 23.2a) gespielt werden.
Zwei Spieler werden als Partner gewertet, spielen jedoch jeder seinen eigenen Ball vom Abschlag bis ins Loch.‍

Das bessere der beiden Ergebnisse wird als Ergebnis der beiden Partner gewertet.

Achtung: Nicht mit dem „Vierer“ nach Regel 22 verwechseln.

Da die Spieler sich als Partner auf der Runde gegenseitig beraten dürfen, kann ein Vierball nicht Handicap-relevant gespielt werden.

Spielmodus

Zwei, drei oder vier Spieler einer Spielergruppe bilden zusammen ein Team. Gezählt wird nach den Zählspielregeln. Alle Spieler schlagen ab und entscheiden danach, welcher der Bälle am besten liegt. Nachdem die Lage des ausgewählten Balls markiert wurde, wird dieser gespielt wie er liegt. Alle anderen Bälle werden aufgehoben und innerhalb einer Schlägerlänge vom „besten Ball“ (aber nicht näher zum Loch) gedroppt. Alle Spieler spielen ihren Ball von dieser Position aus weiter und wählen danach erneut einen Ball aus, von dessen Lage aus jeder seinen Ball weiterspielt.

Die gedroppten Bälle müssen dabei in der gleichen Lage gespielt werden, wie der ausgewählte Ball. Liegt also der ausgewählte Ball im Bunker, Rough oder einer Penalty-Area dürfen auch alle anderen Bälle beim Droppen nicht aus der entsprechenden Lage herausrollen. Ebenso wird auf dem Grün verfahren, wo der beste Ball markiert wird und alle Spieler den von derselben Stelle hingelegten Ball spielen. Das Loch ist beendet, sobald ein Ball des Teams eingelocht worden ist.

Die Brutto-Ergebnisse des Teams werden an jedem Loch in die Scorekarte eingetragen, nach Beendigung der Runde addiert und die Vorgabe abgezogen. Pro Team gibt es pro Loch also unabhängig von der Anzahl der Spieler im Team nur ein Ergebnis.

Unterschiedliche Spielformen

Texas Scramble – Grundform, Spielmodus wie unter „Scramble“ beschrieben

Klassischer Texas Scramble – Wie Texas Scramble jedoch mit zusätzlicher Regel, nach der von jedem Spieler innerhalb der Spielrunde mindestens drei Abschläge als Ausgangspunkt für die nächsten Schläge ausgewählt werden müssen.

Florida Scramble – Wie Texas Scramble, jedoch mit zusätzlicher Regel, nach der beim Schlag immer der Spieler aussetzt, dessen Ball-Lage ausgewählt worden ist. Der Spieler, der einen Ball eingelocht hat setzt demnach auch am folgenden Abschlag aus.

Berechnung der Spielvorgaben

2er Scramble: Addition von 35% des niedrigeren und 15% deshöheren Course-Handicap der Partner;
Summe auf ganze Schläge auf- (ab 0,5) oderabgerundet (bis 0,4).

4er Scramble:
0.25*M1+0.20*M2+0.15*M3+0.1*M4

Stand: Mai 2021

Im Lochspiel treten die Spieler lochweise gegeneinander an. Wer auf einer Spielbahn mit weniger Schlägen einlocht, gewinnt das Loch.

Im Lochspiel (nach Regel 3.2) spielt jeweils ein Spieler gegen einen anderen Spieler. Gespielt wird lochweise. Der Spieler, der auf einer Spielbahn mit weniger Schlägen einlocht, gewinnt das Loch. Bei der gleichen Anzahl an Schlägen wird das Loch geteilt. Ein Lochspiel wird in der Regel über 18 Löcher gespielt. Es ist beendet, sobald ein Spieler mehr Löcher gewonnen hat, als noch zu spielen sind. Statt einzelner Spieler können auch zwei Parteien, bestehend aus jeweils zwei Spielern gegeneinander spielen.

Das Lochspiel (engl. Matchplay) ist die ursprüngliche Spielform im Golf. Bis zur Einführung des Zählspiels im 18. Jahrhundert wurde Golf nur als Lochspiel gespielt.

Scorekarte

Im Lochspiel wird allgemein keine Scorekarte verwendet. Wichtig ist nur, dass sich beide Parteien jederzeit über den Spielstand einig sind. Wenn Sie trotzdem eine Scorekarte verwenden wollen, reicht es aus, ein + (Plus) für ein gewonnenes Loch, ein – (Minus) für ein verlorenes Loch oder eine 0 (Null) für ein geteiltes Loch einzutragen.

Sieger

Es gewinnt derjenige Spieler, der mit mehr gewonnenen Löchern führt als noch zu spielen sind. Im Extremfall könnte ein Lochspiel bereits nach zehn von 18 zu spielenden Löchern gewonnen werden, nämlich dann, wenn einer der Spieler die ersten zehn Löcher gewinnt. Meistens kann der Sieg jedoch erst später auf der Runde entschieden werden.
Bespiel: Liegt ein Spieler nach Beendigung des 15. Loches „4 auf“, so hat er schon dort das Spiel „4 und 3″ gewonnen, da noch drei Löcher zu gehen sind, und der Gegner keine Chance mehr zum Sieg hat. Liegt ein Spieler bei noch drei zu spielenden Löchern „3 auf“, so ist die Partie für ihn „dormie“, er kann auf den zu spielenden restlichen Löchern nicht mehr verlieren.

Die Spielleitung muss bereits vor Beginn des Lochspiels festlegen, wie verfahren wird, falls das Lochspiel nach den 18 Löchern unentschieden steht. Für ein Stechen im Lochspiel ist es üblich, Loch für Loch weiterzuspielen, bis einer der Spieler das entscheidende Loch gewinnt. Hierfür muss die Spielleitung bereits vor Beginn des Spiels festlegen, ob die festgesetzte Runde erneut begonnen werden soll oder auf welchen Löchern das Stechen davon abweichend ausgetragen wird.

Brutto/Netto

Ein Lochspiel, in dem die Handicap-Indizes der Spieler nicht berücksichtigt werden, ist ein Brutto-Lochspiel.

Auch Lochspiele können jedoch Netto, also unter Anrechnung der Handicaps gespielt werden. Dazu wird die Differenz der Course Handicaps der Gegner nach der Schwierigkeit des Platzes auf die Spielbahnen verteilt. Beispiel: Spieler A hat Course Handicap 20, Spieler B Course Handicap 30. Bei Anrechnung der vollen Differenz würde Spieler B an den zehn schwersten Löchern je einen Handicap-Schlag erhalten. Je nach Entscheidung der Spielleitung und Bekanntgabe in der Ausschreibung, muss im Netto-Lochspiel nicht die volle Differenz der Handicap-Indizes angerechnet werden.

Schenken

Nur im Lochspiel kann der Gegner einem Spieler den nächsten Schlag als eingelocht schenken. Auch ein ganzes Loch oder sogar ein ganzes Spiel dürfen geschenkt werden. Solche Geschenke dürfen weder abgelehnt noch widerrufen werden. Trotzdem darf ein Spieler ein schon geschenktes Loch noch zu Ende spielen, obwohl sein Schlag (oder seine Schläge) das bereits feststehende Ergebnis nicht mehr ändern kann.

Grundstrafe

Statt sich wie im Zählspiel für einen Regelverstoß zwei Strafschläge zuzuziehen, bedeutet ein Regelverstoß im Lochspiel „Lochverlust“. Das Loch wird also von dem Gegner gewonnen.

Handicap-Relevanz

Ein Lochspiel kann nicht Handicap-relevant gespielt werden. Es wird somit auch nicht in den Scoring Record des Spielers eingetragen.‍

Bei dieser Turnierart handelt es sich um ein Zählspiel, bei dem der Spieler so viele Schläge spielt, wie ihm laut Summe aus seiner Vorgabe und dem jeweiligen Platzstandard zustehen. Hat ein Spieler eine Spielvorgabe von 28 und spielt auf einem Golfplatz mit Par 72 dann muss er die Runde nach 100 Schlägen beenden.

Das nicht Handicap-relevante Flaggenturnier ist beendet, wenn er diese Schlaganzahl erreicht hat. Dies ist somit häufig mitten auf dem Golfplatz der Fall. Die Stelle, an der mit dem letzten Schlag der Ball zum Liegen kommt, wird dann mit einem Fähnchen markiert. Sollten die Schläge am 18. Loch noch nicht verbraucht sein, spielt der Bewerber an Loch 1 weiter, solange bis alle Schläge aufgebraucht sind und er sein Fähnchen stecken kann.
Sieger des Spiels ist, wessen Fahne am weitesten vorne gesteckt ist.

Behindern gesteckte Fahnen das Spiel nachfolgender Mitbewerber, dürfen sie straflos entfernt werden, um den eigenen Ball zu spielen. Unmittelbar nach dem Schlag wird die entfernte Fahne an die ursprüngliche Stelle zurückgesteckt.

Ein Flaggenturnier kann auch Handicap-relevant ausgetragen werden.

Der Chapman-Vierer ist eine beliebte Turnierart. Er ähnelt stark dem Vierer mit Auswahldrive, bietet den Spielern jedoch eine zusätzliche Vereinfachung.

Auch hier bilden zwei Spieler zusammen eine Partei. Beide Partner schlagen an jedem Abschlag einen Ball ab. Danach tauschen sie die Bälle und jeder Spieler schlägt den Ball seines Partners. Erst nach dem zweiten Schlag wählen die Partner einen der beiden Bälle aus und spielen diesen abwechselnd weiter. Ab diesem Zeitpunkt unterscheidet sich der Spielmodus nicht mehr von dem des Vierers mit Auswahldrive.

Der andere Ball wird aufgenommen und zählt nicht. Wenn die Entscheidung für den Ball des ersten Spielers getroffen wird, ist der zweite Spieler mit dem nächsten Schlag dran, dann wieder Spieler eins usw. bis der Ball eingelocht ist. Strafschläge berühren die Spielreihenfolge nicht. Bis auf die Abschlagsregelung wird nach den üblichen Zählspielregeln gespielt.

Sonderregeln

Besonderheiten der Regeln ergeben sich durch den Spielmodus des „doppelten“ Abschlags.

Beispiele:

Nach dem Abschlag landen beide Bälle im Aus oder sind verloren: Das Wahlrecht beschränkt sich in diesem Fall darauf, durch einen der Partner mit einem Strafschlag einen weiteren Ball ins Spiel zu bringen.

Ist nach dem Abschlag eines gemischten Paars ein Ball (oder beide Bälle) verloren, werden die Bälle trotzdem über Kreuz weitergespielt. In dem Fall müsste also der Herr den nächsten Ball vom Damenabschlag und die Dame den nächsten vom Herrenabschlag spielen. Danach erfolgt die Entscheidung für einen der beiden Bälle.

Ein provisorischer Ball darf beim Chapman-Vierer nach dem Abschlag für beide Bälle gespielt werden. Erst bei einem provisorischen Ball für den zweiten Schlag würde der provisorische Ball damit auch automatisch neuer Ball im Spiel.

‍Fehler bei Spielfolge:

Abgeleitet vom Vierer nach Regel 22 wird auch beim Chapman-Vierer wie folgt vorgegangen:

Der falsche Schlag oder die falschen Schläge werden annulliert und die Partei zieht sich eine Strafe von zwei Schlägen zu. Die Partei muss dann den Ball in der richtigen Reihenfolge von der Stelle spielen, von der sie zum ersten Mal in falscher Spielfolge gespielt hat.

Die Berichtigung des Fehlers ist nur so lange möglich, wie die Partei noch nicht am nächsten Abschlag abgeschlagen hat. Sollte der Fehler auf dem letzten Grün passiert sein, kann er solange behoben werden, wie die Spieler der Partei das Grün noch nicht verlassen haben. Fällt der Fehler zu spät auf, ist die Partei disqualifiziert. Das gilt im Zählspiel für die Runde, im Stableford (wenn der Fehler vor Abgabe der Zählkarte bemerkt wird) nur für das Loch auf dem der Fehler vorkam.

Handicap

Die Course Handicaps beider Partner werden anteilig addiert (60 % des Spielers mit dem niedrigen HCPI + 40 % des Spielers mit dem höheren HCPI). Das Ergebnis ist das Course Handicap (bei 0,5 wird auf ganze Schläge aufgerundet).

Brutto/Netto-Wertung

Das gemeinsam erspielte Bruttoergebnis je Loch wird in die Scorekarte eingetragen. Hiervon wird am Ende der Runde das Handicap abgezogen, um das Nettoergebnis zu erhalten.

Handicap-Relevanz

Ein Chapman-Vierer kann nicht Handicap-relevant sein.